Dieser virtuelle Kurs von Renate Augstein (entstanden 1987) vermittelt umfassendes
Wissen über die Zeit, die Wurzeln und die Motive der Hexenverfolgung.
Der Titel "Hexenhammer" ist nach einem Buch benannt,
welches 1487 erschien und in Deutschland, Frankreich, England und in der Schweiz
eine Hexenjagd auslöste.
Der Kurs beschäftigt sich aber auch mit der Darstellung der Gegenbewegung
zur Hexenverfolgung. Er eignet sich, um einen Einblick in die Geschichte der
Hexenverfolgung zu bekommen und um schon vorhandene Kenntnisse zu vertiefen.
Dieser Kurs bietet eine Sichtweise auf die Hexenverfolgung. Die Geschichte der Hexenverfolgung
wird unterschiedlich bewertet. Die Zahl der verbrannten Hexen ist umstritten. Den Aufsatz "Neuen Millionen
Hexen. Entstehung, Tradition und Kritik eines populären Mythos" finden Sie hinter diesem Link:
http://www.sfn.uni-muenchen.de/forumhexenforschung/9miohexen.html. Das Internetangebot http://www.historicum.net/ bietet weitere Informationen zum Thema Hexen.
Hier geht es weiter zum Hexenhammer.

Die Hexe
Victor Prouvé
(Nancy 1858-1943 Sétif /Algerien)
Vor 1904
Öl auf Leinwand:
Nancy, Musée des Beaux-Arts de Nancy
(mit freundlicher Genehmigung des Musée des Beaux-Arts de Nancy)
Das Bild zeigt eine hässliche alte Frau mit weißem Haar und offenem Mund, die dem Klischee einer Hexe entspricht. Sie hält eine Spielkarte - das Treff- oder -Kreuz Ass - demonstrativ einem nicht sichtbaren Gegenüber entgegen. Möglicherweise handelt es sich bei der Frau um eine Wahrsagerin; diese waren häufig als Hexen verschrien. Für das Wahrsagen mit Hilfe von Karten wurden normale Spielkarten verwendet. Die einfachste Form war, dass man aus einem Stapel gemischter Karten eine herauszog, die dann gedeutet wurde. Das Treff-Ass hatte im 19.Jahrhundet unterschiedliche Bedeutungen. u.a. kündigte es einen Todesfall an.